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Unterschied der beiden Garne

Von der Ziege zum Kaschmir – Garn

Von der Ziege zum Kaschmir – Garn:

weit weg von den Bauernhöfen in der Steppe der Inneren Mongolei weidet die Ziege, die die Wolle für Kaschmir – Garn liefert. Es gibt wenige Regionen auf der Welt in denen es Temperaturwechsel von -30 bis 40°C zwischen Sommer und Winter gibt. Diese Temperaturunterschiede braucht die Kaschmirziege um perfekte „Ware“ zu liefern.
Anfang Mai beim Fellwechsel der Ziegen, kann das feine Haar „geerntet“ werden. Zuerst wird das dicke Deckhaar abgeschnitten. Es wird zur Teppichverarbeitung genutzt. Dann kann das Flaumhaar, was zur Kaschmirproduktion benötigt wird, ausgekämmt werden. Durch das Kämmen kommt das begehrte Unterkleid kaum in Berührung mit dem groben Deckhaar.Die Arbeit ist mühsam für Tier und Mensch. Der Preis pro Kilogramm Haar richtet sich nach der Feinheit, der Länge der Fasern, dem Glanz, dem Anteil Sand, dem Anteil Deckhaar und der Farbe. Generell ist weißes Flaumhaar das Wertvollste. Der Preis für 1 kg Flaum variiert von Jahr zu Jahr sehr stark.

Kaschmir Ziege Flaum

Kaschmir Flaum mit und ohne Grannenhaare

Verarbeitung in der Fabrik:

Wenn der Flaum in der Fabrik ankommt, ist er durchsetzt mit Filz, Staub und Fett. Deshalb gelangt das Haar zuerst in eine „Waschanlage“. Das ist der Beginn einer langen Reihe von Produktionsschritten. Die Wolle wird in 50°C warmen Wasser mit einer speziellen Seife gewaschen und gespült. Am Ende der Waschstrasse wird der Flaum getrocknet. Dann hat die Wolle die Hälfte des Gewichtes verloren. Darauf folgt eine händische Sortierung. Für diese Arbeit benötigen die Mitarbeiter gute Augen und eine hohe Konzentration um die Selektion gut auszuführen. Es werden möglichst nur weiße Fasern weiter verarbeitet. Grashalme, grobe Deckhaare und Steine werden händisch entfernt!
Von da aus gelangen die Haare in Maschinen, die vereinfacht ausgedrückt, wie riesige Kämme arbeiten. In diesen Maschinen wird die Länge und Feinheit der Haare in mehreren Etappen erfasst. Zu dicke Fasern „verbleiben im Kamm“, zu kurze Fasern fallen runter. Aber der entstandene Flaum, unabhängig der Qualität, wird verarbeitet. Deshalb bestehen extreme Preisunterschiede für Kaschmir am Markt. In Italien wird der Flaum erst gesponnen und dann eingefärbt. Die Italiener, die oft nur das Flaumhaar einkaufen und die vollständige Verarbeitung in Italien durchführen, möchten sicher gehen, dass der entstehende Faden, durch Chemie der Farben, nicht beeinträchtigt wird. In anderen Teilen der Welt gelangt die Wolle erst in die Färberei und wird dann gesponnen.
In jedem Fall laufen die Fasern über verschiedene Walzen und werden gelockert, gedehnt und gleichmäßig ausgerichtet. Daraus entsteht ein hauchdünnes Vlies, was zu einem Faden gesponnen wird. Dieser Einzelfaden besteht bei besonders guter Ware aus 2 gezwirnten Fäden. Dieses Garn heißt > two Ply<.  Das hat nichts zu tun mit einem Garn, welches über zwei oder drei Spulen gedrillt ist. Der Spinnvorgang ist entscheidend für die Kaschmirqualität. Der gesamte Prozess ist ein gehütetes Geheimnis der Garnhersteller.

 

ELLENKLEY:

Leidenschaft für Accessoires aus ausgesuchten Naturfasern. Meine Halstücher, Stolen, Schals und Beanies stehen für hohe Produktqualität, extravagante Designs und aufwendige Produktionstechniken. Ihr Vertrauen ist mein Antrieb.